Biberburg – Kinder- und Jugendhilfe Pfortzen GbR

Leistungsprofil

Die heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Biberburg ist mit allen seinen Leistungsangeboten in der Lage, das Recht junger Menschen auf Erziehung und (Aus)-Bildung zu sichern, sowie deren leibliches, geistiges und seelisches Wohl zu gewährleisten.

Die Biberburg bietet Kinder und Jugendlichen von 6 bis 17 Jahren eine altersentsprechende und gegenüber dem bisherigen Milieu kompensatorische Lebensumwelt an, um Sozialisationsdefizite auszugleichen und psychosoziale Fehlentwicklungen zu verhindern und abzubauen. Die Biberburg nimmt in 3 Wohngruppen (3 Heilpäd. Kinder/Juigendwohngruppen, 6 bis 10 Jahre, 10 bis 14 Jahre, 14 bis 17 Jahre) bis zu 24 Kinder und Jugendliche auf, deren Familie ausgefallen sind, bei denen milieubedingte Entwicklungsdefizite vorliegen oder die in ihrer altersgemäßen Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt sind oder behindert sind. Zusätzlich sind weitere individuelle stationäre Betreuungsmaßnahmen in unterschiedlichen Ausdifferenzierungen (z.B. Betreutes Wohnen, Erziehungsstellen, Inobhutnahmen etc.) möglich.

Der individuellen Problematik der jungen Menschen begegnet die Einrichtung mit fachspezifischen, eng in die pädagogische Arbeit eingebundenen Methoden und einer psychotherapeutischen Betreuung in Form von wöchentlichen Einzelstunden. Die Anforderungen nach den §§ 36, 37 SGB VIII sind zu beachten. Die Erstellung sowie die Fortschreibung individueller Hilfepläne für die jungen Menschen sind unverzichtbar. Die Entwicklung der jungen Menschen und die erbrachten Fachdienstleistungen sind fortlaufend zu dokumentieren. In Zusammenarbeit mit dem jungen Menschen, den Eltern und dem Jugendamt ist sorgfältig zu prüfen, ob eine Rückkehr der Minderjährigen in die Herkunftsfamilie möglich ist, die Fortsetzung der Hilfe in einer anderen Maßnahmeform notwendig wird oder die Hinführung zu einer eigenständigen Lebensführung anzustreben ist.

Die Partizipation der betreuten Kinder- und Jugendlichen an der Heimerziehung ist in die Konzeption aufgenommen und die pädagogische Umsetzung beschrieben.

Unsere Zielgruppe

Die Maßnahme ist für männliche und weibliche junge Menschen geeignet und notwendig, wenn

  • die zerrüttenden Familienverhältnisse zu gravierenden körperlichen, geistigen und psychischen Defiziten/Störungen führen und dadurch die Gesamtentwicklung des jungen Menschen massiv gefährdet ist;
  • der junge Mensch einer besonderen vertiefter und intensiver therapeutischer Betreuung und Förderung bedarf;
  • die Erziehung der jungen Menschen auch mit stützenden und ergänzenden Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sichergestellt werden kann;
  • junge Menschen, die aufgrund von gewichtigen Anhaltspunkten einer Kindeswohlgefährdung durch das Jugendamt aus der Familie genommen werden.

Von der Aufnahme ausgeschlossen sind Kinder und Jugendliche, die einer multidisziplinären diagnostischen Abklärung oder Intensivtherapie bedürfen, die mit schweren psychischen Störungen, die mit einem hohen Aggressionspotential, die mit nicht steuerbarer und gravierender Delinquenz, sowie mit akuter Sucht- und Drogenproblematik befasst sind. Schwer gehbehinderte, auf den Rollstuhl angewiesene Kinder und Jugendlichen können aufgrund der baulichen Voraussetzungen nicht adäquat betreut und aufgenommen werden.